Opel Adam - Produktion

Im Werk der Adam Opel AG, Eisenach, gelegen im idyllischen Tal des Flüsschens Hörsel, sind in diesen Tagen Fertigungsexperten an der Arbeit, um sich auf einen wichtigen Termin vorzubereiten: den Produktionsstart des Opel ADAM.


Ob Farben, Ausstattungsvarianten oder Innenraumelemente – nie war bei einem Fahrzeug dieses Segments die Vielfalt so groß. Was für die Kunden ein Highlight ist, bedeutet für die Produktionsfachleute eine Herausforderung.

Mit seinen rund 1.600 Mitarbeitern setzt Stefan Fesser seit über einem Jahr einen akribischen Vorbereitungsplan um. Und das bei laufender Produktion des Erfolgsmodells Corsa, das die Thüringer bereits millionenfach gebaut haben. 190 Millionen Euro hat Opel investiert, um den Standort fit für den ADAM zu machen – neue Gebäude gehören genauso dazu wie neue, moderne Produktionseinrichtungen.

Dass ein Auto dieses Segments in Deutschland gebaut wird, gilt in der Automobilindustrie als Besonderheit. Opel ist der einzige Hersteller, der eine solche Entscheidung getroffen hat – Eisenacher Effizienz soll es möglich machen.

Dank Eisenacher Flexibilität werden Kunden nahezu grenzenlose Möglichkeiten zur Personalisierung ihres Autos haben. Sie können aus einer breiten Palette an Außenlackierungen wählen und sie mit drei Dachfarben kombinieren. Sie haben zudem die Wahl zwischen unterschiedlichen Innenfarben, Dekoren und Dachhimmel-Ausführungen, darunter sogar ein extravaganter „Sternenhimmel“ mit LEDs. Eine Vielzahl weiterer Design-Elemente macht es möglich, den ADAM ganz nach persönlichem Geschmack und Stil auszustatten.

Darüber hinaus bietet der ADAM Technologien, die normalerweise nur in höheren Fahrzeugsegmenten zu finden sind, darunter ein völlig neu entwickeltes Infotainment-System, das die Integration von Smartphones (Android und Apple iOS) inklusive Internet-basierter Applikationen ermöglicht.

Während der Werksferien, die in dieser Woche begonnen haben, nutzen die Fachleute die produktionsfreie Zeit, um der ADAM-Umstellung den letzten Schliff zu geben. Gemeinsam mit dem Corsa soll der Neuling von einem Band rollen. Zwei unterschiedliche Autos auf einer Linie – das erfordert höchste Präzision. Die ersten Pilotfahrzeuge sind schon erfolgreich montiert worden; die noch in schwarz-weißem Schachbrettmuster getarnten Protopyen, die seit einigen Wochen auch in und um Eisenach unterwegs sind, sorgen bereits für Aufsehen.

Herzstück der Werkserweiterung ist die neue Produktionshalle E 100. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern werden dort Komponenten für Karosserie und Fahrgestell geschweißt und montiert. Hier wurden völlig neue Schweißanlagen installiert.

Zur Anlieferung von Teilen hat die Halle direkten Bahnanschluss, sieben Heck-Andockstationen und eine Seitenentladung für Lkw. Die neue Fertigungsstätte ist mit dem Karosserie-Rohbau sowie der Fertig- und Endmontage verbunden, so dass die Komponenten schnell zu den Einbaustationen an der Linie gelangen.

Viel Aufwand auch, um die Lackiererei fit für den ADAM zu machen. Die Linie ist nun mit modernster Robotertechnik ausgestattet, die einen optimalen und ökonomischen Farbauftrag bei den unterschiedlichen Karosserieformen ermöglichen soll.

Der Bestellstart für den neuen Opel ADAM ist zeitgleich mit der Weltpremiere, die auf dem Automobilsalon in Paris (29. September – 14. Oktober 2012) stattfinden wird. In die Ausstellungsräume der Händler kommen die ersten Exemplare im Januar.

Foto: Opel