Rückkehr der staatlichen Förderung für Elektroautos
Die Bundesregierung belebt die Förderung für Elektrofahrzeuge neu und setzt damit ein deutliches Signal für die Elektromobilität in Deutschland. Ab dem 1. Januar 2026 greift eine staatliche E-Auto-Prämie rückwirkend für neu zugelassene Fahrzeuge. Unterstützt werden sowohl reine Elektroautos als auch ausgewählte Neufahrzeuge mit Plug-in-Hybridantrieb. Für batterieelektrische Modelle ist eine Grundförderung von 3.000 Euro vorgesehen. Ziel ist es, den Umstieg auf elektrische Antriebe attraktiver zu machen und den Absatz nachhaltig anzukurbeln.

Impulse für den Markt und neue Modelle von Alpine
Mit der Neuauflage der Prämie will der Staat neue Käufergruppen erreichen und der Elektromobilität zusätzlichen Schwung verleihen. Hersteller wie Alpine sehen darin eine Chance, innovative Modelle stärker zu positionieren. Der vollelektrische Alpine A290 bringt sportliche Fahrleistungen ins Kompaktsegment und ist in mehreren Varianten ab rund 39.000 Euro erhältlich. Künftig reduziert die staatliche Förderung den Einstiegspreis spürbar und macht das Modell für mehr Interessenten attraktiv.
Beantragung und Fördervolumen im Überblick
Die Abwicklung der neuen Förderung soll über ein digitales Antragsverfahren erfolgen. Ein zentrales Online-Portal ist ab Mai geplant, über das Käufer ihre Anträge auch rückwirkend einreichen können. Maßgeblich für die Förderberechtigung ist das Datum der Neuzulassung. Insgesamt stellt der Bund für das Programm ein Volumen von drei Milliarden Euro bereit, um möglichst viele Fahrzeugkäufe zu unterstützen.

Renault profitiert von einkommensabhängiger Förderung
Neben der allgemeinen Prämie setzt die neue Regelung einen besonderen Fokus auf private Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von bis zu 45.000 Euro steigt die Förderung auf 5.000 Euro. Für Kinder im Haushalt erhöht sich der Betrag zusätzlich, sodass insgesamt bis zu 6.000 Euro möglich sind. Renault bietet mit seiner wachsenden Elektro-Palette passende Fahrzeuge für diese Zielgruppe und unterstreicht damit seine Strategie, Elektromobilität bezahlbar zu machen.

Neue Renault E-Modelle für den Alltag
Ein aktuelles Beispiel ist der Renault Twingo E-Tech Elektrisch, der im Frühjahr in Deutschland eingeführt wird. Mit einem Einstiegspreis von unter 20.000 Euro spricht er neue Kundengruppen an und wird durch die Prämie nochmals deutlich günstiger. Auch andere Modelle wie der Renault 5 E-Tech Elektrisch erfüllen die Förderkriterien und profitieren von den neuen Rahmenbedingungen. Renault sieht darin einen wichtigen Schritt, um Elektroautos stärker im Massenmarkt zu verankern.

Günstiger Einstieg durch Leasingangebote bei FIAT
Die staatliche Förderung wirkt sich nicht nur auf Kaufpreise aus, sondern kann auch bei Leasingverträgen eingesetzt werden. Voraussetzung ist eine Mindestlaufzeit von drei Jahren. FIAT nutzt diese Möglichkeit, um besonders günstige Monatsraten anzubieten. Der Fiat Grande Panda Elektro ist im Privatkunden-Leasing bereits für unter 100 Euro pro Monat verfügbar, abhängig von Laufzeit, Kilometerleistung und Höhe der individuellen Prämie. Damit rückt Elektromobilität auch im Kleinwagensegment in greifbare Nähe.
Technik und Alltagstauglichkeit des Fiat Grande Panda Elektro
Der Fiat Grande Panda Elektro wird von einem 83 kW starken Elektromotor angetrieben und verfügt über eine 44-kWh-Batterie. Die kombinierte Reichweite liegt bei bis zu 320 Kilometern nach WLTP. Neben soliden Ladeleistungen überzeugt das Modell mit praktischen Details wie einem optionalen Spiralladekabel. Der Innenraum ist auf den urbanen Familienalltag zugeschnitten und bietet trotz kompakter Außenmaße Platz für bis zu fünf Personen sowie ein großzügiges Kofferraumvolumen.
Einschätzung der Automobilindustrie zur neuen Förderung
Aus Sicht des Verbandes der Automobilindustrie bringt das neue Förderprogramm wichtige Vorteile. Positiv bewertet werden vor allem der rückwirkende Start, die Einbeziehung von Plug-in-Hybriden und der Verzicht auf starre Preisgrenzen. Gleichzeitig wird betont, dass Förderungen allein nicht ausreichen. Entscheidend bleiben der Ausbau der Ladeinfrastruktur, stabile Stromnetze und bezahlbare Ladestrompreise. Kritisch gesehen wird die Bindung der Förderung an das Zulassungsdatum, da Käufer bereits beim Kauf Planungssicherheit benötigen. Langfristig sollte zudem geprüft werden, ob auch gebrauchte Elektrofahrzeuge in künftige Programme einbezogen werden, um die Marktdurchdringung weiter zu erhöhen.
Fotos: Renault Deutschland AG / Stellantis NV
