Der neue Nissan Micra ist ausschließlich mit Elektroantrieb erhältlich und hat dafür die Bestnote von Green NCAP bekommen. Die unabhängige Prüforganisation vergibt fünf Sterne – die höchste Auszeichnung, die sie zu vergeben hat. Damit reiht sich der kompakte Stromer in eine kleine Gruppe von Fahrzeugen ein, die Green NCAP als „sehr gute Elektrofahrzeuge” klassifiziert.

Was Green NCAP actually bewertet

Green NCAP prüft nicht nur, was aus dem Auspuff kommt – bei einem Elektroauto ohnehin nichts –, sondern schaut auf den gesamten Lebenszyklus. Produktion, Nutzung und Verwertung am Ende der Fahrzeuglebensdauer fließen in die Bewertung ein. Das ist ein Ansatz, der über die reine Abgasprüfung weit hinausgeht und den ökologischen Fußabdruck eines Fahrzeugs transparenter machen soll. In den Kategorien Luftqualität, Energieeffizienz und Treibhausgasemissionen muss ein Modell überzeugen, um die Höchstwertung zu erhalten.

Der Micra schnitt in den Tests gut ab. Bei der Energieeffizienz erreichte er 9,3 von 10 möglichen Punkten. Bei den Treibhausgasemissionen vergab Green NCAP die volle Punktzahl von 10. Auch bei kalten Temperaturen, die Elektroautos bekanntermaßen zusetzen, bewertete die Organisation die Leistung mit „Gut”. Das sind messbare Ergebnisse, keine Marketingversprechen.

Kompakt, aber mit brauchbarer Reichweite

Mit weniger als vier Metern Länge und einer Breite unter 1,80 Metern ist der Micra für den europäischen Stadtverkehr konzipiert. Enge Straßen, kleine Parklücken, häufiges Rangieren – dafür ist er gebaut. Die sechste Generation des Modells, die komplett elektrisch fährt, soll wendig sein und trotzdem ausreichend Platz bieten.

Kunden haben die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen. Die kleinere Variante mit 40 kWh ermöglicht eine Reichweite von bis zu 317 Kilometern nach WLTP. Die größere Batterie mit 52 kWh kommt auf bis zu 416 Kilometer. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, wird zur größeren Batterie greifen. Für den urbanen Alltag reicht die kleinere Version in den meisten Fällen aus.

Geladen wird mit Gleichstrom. Die 40-kWh-Batterie unterstützt Schnellladen mit bis zu 80 kW, die 52-kWh-Version mit bis zu 100 kW. Das sind keine Spitzenwerte im Vergleich zu manchen Wettbewerbern, aber für die Fahrzeugklasse akzeptabel. Rekuperatives Bremsen und die e-Pedal-Technologie sollen den Verbrauch im Alltag senken. Nissan gibt einen Energieverbrauch von 14,2 kWh pro 100 Kilometer an – ein Wert, der sich im realen Betrieb je nach Fahrweise und Witterung nach oben verschieben kann.

Zwei Varianten, ein Antriebskonzept

Die Einstiegsversion mit 40-kWh-Batterie leistet 90 kW, das entspricht 122 PS. Der Verbrauch liegt zwischen 14,2 und 14,5 kWh auf 100 Kilometern. Die stärkere Variante mit 52-kWh-Batterie kommt auf 110 kW oder 150 PS und verbraucht zwischen 14,7 und 14,9 kWh. CO₂-Emissionen fallen im Betrieb keine an, die CO₂-Klasse ist jeweils A. Das sind die offiziellen Angaben, die unter standardisierten Bedingungen ermittelt wurden.

Europäische Entwicklung, europäische Bedürfnisse

Der neue Micra wurde gezielt für den europäischen Markt entwickelt. Das Design entstand bei Nissan Design Europe in London. Markante Radläufe und eine charakteristische Lichtsignatur sollen dem Fahrzeug eine eigenständige Optik verleihen, die sich von anderen Modellen der Marke unterscheidet. Der Micra blickt auf fünf Generationen zurück – die aktuelle ist die erste, die ausschließlich elektrisch angetrieben wird.

Im Innenraum setzt Nissan auf vernetzte Technologien. NissanConnect mit integrierten Google-Diensten ist an Bord, dazu eine Routenplanung, die Ladestopps berücksichtigt. Das sind Funktionen, die den Alltag mit einem Elektroauto praktischer machen sollen, insbesondere auf längeren Fahrten.

Clíodhna Lyons, Regional Vice President für Produkt, Marke und Marketingstrategie bei Nissan AMIEO, ordnet die Bedeutung der Green-NCAP-Bewertung ein. Sie spricht von einer wichtigen unabhängigen Anerkennung, die man habe erreichen wollen. Der Micra sei Teil einer Strategie, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnittene Antriebsarten anbietet – vollelektrisch und hybrid. Die e-Power-Hybridtechnologie gehört ebenfalls zum Portfolio.

Allianz als Kostenfaktor

Der neue Micra entstand in Partnerschaft mit Renault. Nissan nutzt die Größe der Renault-Nissan-Mitsubishi Allianz, um Elektrofahrzeuge effizienter für den europäischen Markt zu entwickeln. Gleichzeitig soll die eigenständige Markenidentität von Nissan erhalten bleiben. Dieser Ansatz ist Teil einer übergeordneten Strategie: Partnerschaften sollen Entwicklungszeiten verkürzen und Fahrzeuge schneller auf den Markt bringen.

Für Kunden bedeutet das im besten Fall: wettbewerbsfähige Preise und schnell verfügbare Modelle. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt davon ab, wie gut es den Partnern gelingt, gemeinsame Plattformen zu nutzen und trotzdem unterschiedliche Fahrzeugcharaktere zu schaffen. Der Micra ist ein Beispiel für diesen Spagat.

Fotos: Nissan Deutschland GmbH

Was bedeutet die Fünf-Sterne-Bewertung von Green NCAP für den Nissan Micra?

Green NCAP vergibt fünf Sterne für die höchste Umweltbilanz. Der neue Micra erreicht diese Stufe. Damit zählt er zu den Fahrzeugen, die die Organisation als „sehr gute Elektrofahrzeuge“ einstuft. Die Bewertung umfasst Luftqualität, Energieeffizienz und Treibhausgasemissionen. Auch den gesamten Lebenszyklus bezieht Green NCAP ein. Produktion, Nutzung und Verwertung fließen in die Note ein.

Wie schneidet der Nissan Micra in den Green-NCAP-Tests konkret ab?

Bei der Energieeffizienz holt der Micra 9,3 von 10 Punkten. Bei den Treibhausgasemissionen erreicht er die volle Punktzahl. Zehn von zehn. Auch bei kalter Witterung bewertet Green NCAP die Leistung mit „Gut“. Das sind messbare Ergebnisse. Sie zeigen, wo der Wagen stark ist und wo noch Luft bleibt.

Welche Batterieoptionen bietet der neue Nissan Micra?

Kunden wählen zwischen 40 kWh und 52 kWh. Die kleinere Batterie reicht für den Stadtverkehr. Die größere bietet mehr Reserve. Beide Varianten nutzen einen Elektromotor. Nissan kombiniert sie mit einem automatischen Getriebe. Allrad gibt es nicht. Der Micra bleibt ein Fronttriebler.

Wie weit fährt der Nissan Micra mit einer Ladung?

Mit der 40-kWh-Batterie sind bis zu 317 Kilometer nach WLTP möglich. Die 52-kWh-Version kommt auf bis zu 416 Kilometer. Das sind Laborwerte. Im Alltag hängt die Reichweite von Fahrweise, Wetter und Strecke ab. Wer viel Autobahn fährt, wird weniger weit kommen. Wer meistens in der Stadt unterwegs ist, kann die Angaben eher erreichen.

Wie schnell lädt der Nissan Micra?

Die 40-kWh-Batterie lädt mit bis zu 80 kW Gleichstrom. Die 52-kWh-Batterie schafft bis zu 100 kW. Das ist solide, aber nicht herausragend. Andere Elektroautos laden schneller. Für eine Pause reicht die Leistung dennoch. Wer 20 bis 30 Minuten Zeit hat, bekommt spürbar Energie nach.

Wie hoch ist der Energieverbrauch?

Nissan gibt 14,2 bis 14,5 kWh pro 100 Kilometer für die 40-kWh-Version an. Die 52-kWh-Version liegt bei 14,7 bis 14,9 kWh. CO₂ stößt der Wagen im Betrieb nicht aus. Die CO₂-Klasse ist A. Rekuperatives Bremsen und das e-Pedal sollen den Verbrauch senken. Im echten Betrieb können die Werte abweichen.

Für wen eignet sich der kompakte Elektro-Nissan?

Der Micra ist unter vier Meter lang und weniger als 1,80 Meter breit. Das macht ihn wendig. Enge Straßen und kleine Parklücken meistert er gut. Für Familien mit viel Gepäck wird es eng. Für Pendler, Stadtbewohner und Menschen mit kurzen Wegen passt er. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, sollte die größere Batterie wählen.

Wo wurde der neue Nissan Micra entwickelt?

Das Design entstand bei Nissan Design Europe in London. Die sechste Generation des Micra fährt nur elektrisch. Markante Radläufe und eine eigene Lichtsignatur prägen die Optik. Der Wagen soll europäische Bedürfnisse treffen. Dazu gehören kompakte Maße und eine alltagstaugliche Reichweite.

Welche Technik unterstützt im Innenraum?

NissanConnect mit integrierten Google-Diensten ist an Bord. Die Routenplanung berücksichtigt Ladestopps. Das hilft auf längeren Fahrten. Fahrer sehen, wo sie laden können. Das System plant die Pausen mit ein. So wird die Reichweitenangst kleiner.

Welche Rolle spielt die Renault-Nissan-Mitsubishi Allianz?

Der neue Micra entstand in Partnerschaft mit Renault. Nissan nutzt die Größe der Allianz. Das senkt Kosten und verkürzt Entwicklungszeiten. Gleichzeitig soll der Micra eine eigenständige Nissan Identität behalten. Ob das gelingt, zeigt der Vergleich mit Renault-Modellen. Die Technik teilt sich, das Design unterscheidet sich.

Bietet Nissan den Micra auch als Hybrid an?

Der neue Micra ist vollelektrisch. Nissan bietet in Europa aber auch Hybride an. Dazu zählt die e-Power-Technologie. Kunden können je nach Bedarf wählen. Der Micra bleibt jedoch ein reines Elektroauto. Wer einen Hybrid sucht, muss zu anderen Modellen greifen.

Was kostet der neue Nissan Micra?

Zu Preisen macht Nissan in den vorliegenden Informationen keine Angaben. Das ist ein wichtiger Punkt. Ohne Preis lässt sich die Konkurrenzfähigkeit schwer beurteilen. Interessenten sollten die aktuellen Listenpreise beim Händler prüfen. Auch Förderprogramme können den Preis beeinflussen.

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