Dekra

DEKRA setzt voll auf Digitalisierung

Dekra-Logo

Mehr als 120 Millionen Euro investiert

Die weltweit tätige Expertenorganisation DEKRA investierte mehr als 120 Millionen Euro – schwerpunktmäßig in die Digitalisierung. Durch die verstärkte digitale Ausrichtung stieg die Zahl der Beschäftigten – ohne das Geschäftsfeld Zeitarbeit – um 773 auf 29.628 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt DEKRA zum Jahresende 2020 voraussichtlich 43.200 Mitarbeiter (Vorjahr: 44.714). Im Rahmen der Digitalisierung von Dienstleistungen und Prozessen wurde Anfang 2020 ein „Center of Excellence“ für Künstliche Intelligenz (KI) aufgebaut. Ziel ist es, mit Hilfe der KI bestehende Dienstleistungen zu verbessern und neue zu entwickeln.

„In unserem neuen KI-Center of Excellence nutzen wir Erfahrungen, die wir seit 2019 beim Management von Schadenfällen sammeln.“

Stefan Kölbl, DEKRA Chef

Lösungen für die Sicherheitsanforderungen der Digitalisierung

In dem ebenfalls 2020 etablierten konzernweiten „Cyber Security Hub“ arbeitet DEKRA an Lösungen für die Sicherheitsherausforderungen der Digitalisierung. Das gilt im Bereich der „Automotive Cyber Security“ beispielsweise für Software-Updates, die „Over-the-Air“ (drahtlos) in die Fahrzeuge überspielt werden. Bei den Cyber-Sicherheits-Lösungen geht es um das Testen, Prüfen und Auditieren von Services sowie um Schulungen zu den vielfältigen Technologien und Vorschriften.

Da Kraftfahrzeuge heute permanent Daten generieren, spielen Daten auch für die Verkehrssicherheit eine entscheidende Rolle. In der 2019 gestarteten „Trust Center“-Initiative fordert DEKRA deshalb den diskriminierungsfreien, unabhängigen Zugang zu sicherheits- und umweltrelevanten Fahrzeugdaten. Ohne sie lassen sich der ordnungsgemäße Zustand und die Sicherheit der Fahrzeuge in Zukunft nicht mehr garantieren. Beim „Trust Center“ handelt es sich um ein Treuhändermodell zur sicheren Sammlung und Verwertung von Daten im Sinne des Verbraucherschutzes.

„Das visionäre Treuhändermodell ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrssicherheit und den Verbraucherschutz der Zukunft.“

Stefan Kölbl, DEKRA Chef

DEKRA gestaltet Mobilität der Zukunft

Die Mobilität der Zukunft gestaltet DEKRA auch durch eine Beteiligung am Forschungsprojekt „RealLabHH“ in Hamburg mit. Das Ziel: Herauszufinden, welche Mobilitätslösungen sich in der Praxis bewähren. Experten des DEKRA Technology Center bringen ihre Kompetenz speziell zu Fragen des Zulassungsprozesses von autonomen Shuttles für den öffentlichen Verkehr ein. Diese On-Demand-Shuttles sind Teil der digitalen Infrastruktur, die im Realbetrieb erprobt wird.

In China, dem größten Automobilmarkt der Welt, hat DEKRA seine Kompetenz rund um das automatisierte und vernetzte Fahren durch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens gestärkt. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner wird ein hochmodernes Testzentrum für die Prüfung von Schlüsseltechnologien rund um drahtlose Kommunikation, Konnektivität, KI, Geoinformationssysteme und Cyber Security aufgebaut.

Kfz-Prüfgeschäft behauptet sich in der Krise

In der periodischen Prüfung von Kraftfahrzeugen (Service Division Vehicle Inspection) ist es in Deutschland im ersten Halbjahr gelungen, als Nummer 1 den Marktanteil bei den Hauptuntersuchungen noch einmal leicht auf 33,6 Prozent auszubauen. Von der Krise betroffen waren dagegen andere automobilnahe Dienstleistungen. So war etwa das Geschäft mit Gutachten wegen rückläufiger Unfallzahlen und weniger Elementarschäden rückläufig. Dagegen herrschte im DEKRA Technology Center am Lausitzring nach proaktiven Investitionen in das Abgaslabor Hochbetrieb.

„Die fachkundige Nachfrage nach Messungen zu Emissionen, Reichweiten und dem Energieverbrauch von Fahrzeugen aller Antriebsarten ist groß. Mit serviceorientierten Akkreditierungen für die wichtigsten Weltmärkte sind wir in Klettwitz als Partner der Automobilindustrie bestens aufgestellt.“

International konnte DEKRA mit etwa 27 Millionen Fahrzeugprüfungen seine Position als Weltmarktführer weiter festigen. Der Aufbau in Dänemark und Schweden verlief mit nun 35 und 71 Stationen planmäßig. In den USA haben im Bundestaat New Mexico acht Abgasprüfstationen in der Region Albuquerque das Prüfgeschäft aufgenommen. Im US-Nachbarstaat Mexiko gelang der Einstieg: Noch im Dezember eröffnet voraussichtlich die erste von sechs Abgasprüfstationen im Bundesstaat Jalisco. In Chile geht nach der Erteilung der Konzession 2019 die erste von zehn Prüfstationen im kommenden Jahr in der Provinz Santiago in Betrieb.

Foto: DEKRA e.V.