Große Preisverleihung im Stuttgarter Schloss
Im Stuttgarter Schloss fand kürzlich eine festliche Gala statt, bei der das Fachmagazin „auto motor und sport“ bereits zum fünfzigsten Mal die besten Fahrzeuge des Jahres auszeichnete. Die Veranstaltung gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Branchenevents im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr stand die Importwertung der Kategorie „Mini Cars“ besonders im Fokus, denn dort wiederholte sich der Erfolg des Vorjahres.
Elektro-Abarth holt zehnten Sieg für die Traditionsmarke
Der Abarth 500e, das elektrisch angetriebene Einstiegsmodell der italienischen Marke, sicherte sich erneut den ersten Platz. Für Abarth ist dies bereits der zehnte Sieg in diesem renommierten Leserwettbewerb. Das Ergebnis zeigt, dass die Marke mit ihrem sportlich interpretierten Elektro-Kleinwagen offenbar die Gunst der Fachmagazin-Leser gewinnen konnte – trotz zunehmender Konkurrenz im Bereich der kompakten Stromer.
94.911 Leser stimmten über 480 Modelle ab
Insgesamt stellte „auto motor und sport“ beim Wettbewerb „Best Cars 2026“ ganze 480 Fahrzeugmodelle zur Wahl, verteilt auf dreizehn verschiedene Kategorien. Separate Wertungen gab es zudem für die auf dem deutschen Markt vertretenen Importmarken. Knapp 95.000 Leser beteiligten sich an der Abstimmung – eine beachtliche Zahl, die die Reichweite und Bedeutung des Wettbewerbs unterstreicht. Der Abarth 500e erzielte dabei einen Stimmenanteil von 23,9 Prozent und setzte sich damit knapp gegen den technisch eng verwandten Fiat 500 Elektro durch.
Leserliebling oder Kaufempfehlung?
Ob der Sieg des Nischenmodells Abarth 500e tatsächlich die Alltagstauglichkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis widerspiegelt, sei dahingestellt. Leserabstimmungen solcher Formate neigen bekanntlich dazu, eher Markenfans und Enthusiasten anzusprechen als die breite Käuferschicht. Zudem ist die enge Verwandtschaft zwischen Abarth 500e und Fiat 500 Elektro technisch kaum zu übersehen – der knappe Abstand im Stimmenanteil deutet darauf hin, dass viele Teilnehmer dies ähnlich gesehen haben. Der Wettbewerb bleibt somit eine interessante Momentaufnahme, aber keine repräsentative Marktanalyse.
Fotos: Stellantis Germany GmbH
Was genau ist der Abarth 500e, der bei den „Best Cars 2026“ gewonnen hat?
Der Abarth 500e ist die sportliche Elektrovariante des klassischen Fiat 500. Anders als der zivilere Fiat 500 Elektro setzt Abarth auf straffere Abstimmung, mehr Fahrdynamik und eine eigenständige Optik. Angetrieben wird er von einem Elektromotor, der vor allem im unteren Drehzahlbereich spontan Leistung bereitstellt. In der Leserabstimmung des Fachmagazins „auto motor und sport“ konnte er sich in der Kategorie „Mini Cars“ der Importwertungen durchsetzen.
Welche Rolle spielt der Wettbewerb „Best Cars“ in der Branche?
Der Wettbewerb wird seit 50 Jahren von „auto motor und sport“ durchgeführt und zählt zu den bekanntesten Leserpreisen der Automobilbranche im deutschsprachigen Raum. Autofahrer können dort über Hunderte Modelle in unterschiedlichen Kategorien abstimmen. Die Auszeichnung gilt als eine Art Popularitätsvotum, weniger als streng technische Analyse. Hersteller nutzen Siege gern für die Werbung, was den Einfluss des Preises zusätzlich verstärkt.
Wie viele Menschen haben 2026 abgestimmt und wie ist das Ergebnis zustande gekommen?
Rund 94.911 Leser beteiligten sich an der Abstimmung. Zur Wahl standen insgesamt 480 Fahrzeugmodelle in 13 Kategorien, mit gesonderten Wertungen für Importmarken auf dem deutschen Markt. Der Abarth 500e erreichte einen Stimmenanteil von 23,9 Prozent und landete damit knapp vor dem technisch nahe verwandten Fiat 500 Elektro. Das enge Ergebnis zeigt, dass die beiden Wagen aus dem Fiat-Konzern in der Gunst der Leser fast gleichauf lagen.
Ist der Abarth 500e technisch anders als der normale Fiat 500 Elektro?
Die technische Basis ist weitgehend identisch – beide teilen sich Plattform, Antriebskomponenten und Batterietechnologie. Die Unterschiede liegen vor allem in der Softwareabstimmung, der Lenkungscharakteristik, dem Fahrwerk und der akustischen Inszenierung des Elektroantriebs. Zudem setzt Abarth auf ein eigenständiges Design mit sportlicheren Details. Ob diese Unterschiede den höheren Preis rechtfertigen, hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab.
Warum gibt es zwei so ähnliche Modelle wie Abarth 500e und Fiat 500 Elektro im selben Wettbewerb?
Beide Marken gehören zum Stellantis-Konzern, bedienen aber unterschiedliche Zielgruppen. Während Fiat eher breite Käuferschichten anspricht, positioniert sich Abarth als sportliche Premiummarke. Im Wettbewerb werden sie getrennt bewertet, weil sie als eigenständige Importmarken gelten. Dass sie technisch nahezu identisch sind, ist vielen Lesern bewusst – das knappe Abstimmungsergebnis zeigt, dass sich die Geister daran scheiden.
