16 neue Standorte für Elektroautofahrer
Der Energiekonzern Shell treibt die Elektromobilität im Freistaat weiter voran. Die Tochtergesellschaft Shell Recharge hat ihr Netz an Ultraschnellladestationen in Bayern um 16 zusätzliche Standorte erweitert. Neu installiert wurden moderne Ladesäulen mit Leistungen von bis zu 400 Kilowatt. Das Unternehmen verfolgt damit konsequent seinen Ausbaukurs im Bereich der Elektromobilität – sowohl an eigenen Tankstellen als auch in Kooperation mit Einzelhandelsketten wie REWE und Penny sowie dem Immobilienunternehmen Redevco.
Wo die neuen Ladestationen stehen
Die zusätzlichen Schnellladepunkte verteilen sich über das gesamte bayerische Staatsgebiet. An Shell eigenen Tankstellen finden sich neue Standorte unter anderem in Nürnberg an der Frankenstraße sowie an der Hans-Vogel-Straße nahe der A73. Auch in Forchheim, Landsberg am Lech, Schwandorf, Ingolstadt, Bad Aibling, Weilheim, Freising, München, Altdorf bei Nürnberg und Moosburg an der Isar wurden neue Ultraschnelllader installiert. Die Anzahl der Ladepunkte pro Standort variiert zwischen zwei und acht, wobei die meisten Stationen mit vier Ladepunkten ausgestattet sind.
Darüber hinaus entstanden neue Lademöglichkeiten in Kooperationspartnern: Bei einem REWE-Markt in Pfaffenhofen an der Roth, bei einer Penny-Filiale in Aschaffenburg sowie an zwei Redevco-Standorten in Nürnberg und Pottenstein.
Ladeleistungen im Überblick
Die technische Ausstattung der neuen Stationen fällt unterschiedlich aus. Die leistungsstärksten Anlagen mit bis zu 400 Kilowatt finden sich in Forchheim und Schwandorf. Die meisten übrigen Standorte bieten Ladeleistungen zwischen 150 und 300 Kilowatt. Damit sind die Säulen für die gängigen Elektrofahrzeuge gut gerüstet und ermöglichen kurze Ladezeiten auch auf längeren Strecken.
Bedeutung für die bayerische Ladeinfrastruktur
Bayern ist geprägt von großen Distanzen, dicht besiedelten Ballungsräumen wie München und Nürnberg sowie einem hohen Pendleraufkommen. Die neuen Shell Recharge Standorte decken sowohl städtische Gebiete als auch ländliche Regionen ab. Besonders entlang der wichtigsten Verkehrsachsen wie der A73, A93, A96, B2, B8 und B13 schließt das Unternehmen damit Versorgungslücken für Elektroautofahrer.
Bezahlmöglichkeiten und Nutzungskomfort
Die Abrechnung an den neuen Ladestationen erfolgt flexibel. Nutzer können über die Shell App, gängige Ladekarten oder kontaktlos per Kreditkarte bezahlen. Für gewerbliche Kunden bietet sich zudem die Shell Card an, die sowohl für Ladevorgänge als auch für klassische Tankvorgänge genutzt werden kann.
Bayern als Vorreiter bei Elektromobilität
Der Freistaat weist seit Jahren eine überdurchschnittlich hohe Zahl an batterieelektrischen Fahrzeugen auf. Besonders in den wirtschaftsstarken Regionen Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg und München ist die Dichte an Elektroautos hoch. Mit einem Anteil von rund sieben Prozent elektrisch angetriebener Fahrzeuge liegt Bayern etwa 0,6 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Die Landeshauptstadt München kommt sogar auf einen Elektro-Pkw-Anteil von 11,4 Prozent. Diese Entwicklung treibt die Nachfrage nach öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur weiter an.
Ausbaupläne von Shell in Deutschland
Nach der aktuellen Erweiterung betreibt Shell in Bayern nun 52 Ladestandorte mit insgesamt 236 Ladepunkten. Florian Glattes, Leiter des Tankstellengeschäfts von Shell in Deutschland, Österreich und der Schweiz, betont die strategische Bedeutung des Freistaats: Bayern sei ein stark wachsender Markt für Elektromobilität. Mit den neuen Hochleistungsladern schließe sein Unternehmen gezielt Versorgungslücken entlang zentraler Verkehrsachsen.
Bundesweit verfügt Shell Recharge derzeit über rund 2.200 Schnellladepunkte. Der Konzern baut dieses Netz konsequent weiter aus – sowohl an eigenen Tankstellen als auch durch Partnerschaften mit REWE, Penny, Redevco und weiteren Standortpartnern. Ob das Tempo des Ausbaus ausreicht, um mit der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen Schritt zu halten, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Die Ladeinfrastruktur in Bayern wird durch die neuen Standorte spürbar dichter.
Foto: Shell Deutschland GmbH
