Erfahrung aus langjähriger Konzerntätigkeit
Zum 1. Mai 2026 tritt Stefan Moldaner eine neue Position beim Autokonzern Stellantis an. Der 57-jährige Diplom-Ingenieur übernimmt die Verantwortung für das gesamte Gebrauchtwagengeschäft des Unternehmens in Deutschland. Damit folgt er auf Roberto Debortoli, der das Haus auf eigenen Wunsch verlassen hat.
Moldaner bringt für diese Aufgabe umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Vertriebsrollen innerhalb des Konzerns mit. Er war unter anderem für den Vertrieb von Opel-Pkw und Nutzfahrzeugen in der deutschen Stellantis-Vertriebsgesellschaft zuständig. Zuletzt arbeitete er als Vertriebschef von Peugeot in Deutschland. Seine Karriere führte ihn zudem durch die früheren Konzernstrukturen der Groupe PSA sowie der FCA Group, wo er sich sowohl mit Privat- als auch Gewerbekunden im In- und Ausland befasste.
Strategische Bedeutung des Gebrauchtwagensegments
Florian Huettl, der sowohl Opel-Chef als auch Deutschland-Chef von Stellantis ist, zeigte sich in einer Mitteilung zufrieden mit der Personalentscheidung. Er hob hervor, dass Moldaner das Unternehmen aus langjähriger Tätigkeit für die Marken Peugeot, Opel, Alfa Romeo und Jeep genau kenne. Huettl erwartet von ihm wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Unternehmenseinheit Pre-Owned-Vehicles. Dazu gehört auch das konzerneigene Gebrauchtwagenlabel Spoticar, das zu einem Kernbereich des Handelsgeschäfts ausgebaut werden soll.
Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Aufgabe liegt auf der Begleitung des Übergangs zur Elektromobilität. Hier soll Moldaner für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen. Gleichzeitig bedankte sich Huettl bei Roberto Debortoli für dessen langjährige Arbeit und wünschte ihm für zukünftige Projekte alles Gute.
Was der Führungswechsel für Stellantis‘ Gebrauchtwagen-Zukunft bedeutet
Die Entscheidung, einen internen Vertriebsspezialisten mit der Gebrauchtwagensparte zu betrauen, ist aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbar. Moldaner kennt die Strukturen und Prozesse des Konzerns bereits genau, was eine gewisse Kontinuität verspricht. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die erhofften Impulse für das Gebrauchtwagengeschäft tatsächlich eintreten. Der Markt für junge Gebrauchte und Jahreswagen ist in Deutschland hart umkämpft. Hinzu kommt die Unsicherheit vieler Kunden bezüglich der Elektromobilität – besonders im Gebrauchtwagenbereich, wo Restwertentwicklungen von E-Autos derzeit schwer kalkulierbar sind.
Ob ein Vertriebsspezialist mit traditionellem Verbrenner-Hintergrund die Wende zur Elektromobilität im Gebrauchtwagensegment erfolgreich gestalten kann, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Fest steht: Die Erwartungen an Moldaner sind hoch.
Foto: Stellantis Germany GmbH
