Luigi Saia übernimmt die Geschäftsführung der italienischen Marken
Seit dem 1. Mai liegt die Verantwortung für die drei italienischen Automarken Fiat, Abarth und Fiat Professional in deutschen Händen nun bei Luigi Saia. Der 46-jährige Betriebswirt tritt die Nachfolge von Andreas Mayer an, der seinerseits die Geschäftsführung von Stellantis &You in Deutschland übernommen hat.
Saia kehrt damit gewissermaßen zu seinen beruflichen Wurzeln zurück, wie er selbst einräumt. Er zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erfreut darüber, wieder Teil der Fiat-Familie zu sein und betonte, dass er die Marken aus früheren Jahren bereits sehr gut kenne. Was sie besonders mache, seien weniger technische Details, sondern vielmehr die Menschen, die dahinterstehen, und die Emotionen, die sie transportierten. Die Basis, auf der nun weiter aufgebaut werde, bezeichnete er als solide.
Ein Werdegang mit Stationen bei Fiat, Lancia und Jeep
Luigi Saia studierte Betriebswirtschaftslehre sowohl in Deutschland als auch in Italien. Seine berufliche Laufbahn im Automobilsektor begann er im Jahr 2005 als Produktmanager für die Marke Lancia beim damaligen Fiat-Konzern FCA. Im Laufe der Jahre übernahm er verschiedene Führungsaufgaben, die ihn immer wieder mit den Marken Fiat, Abarth und Fiat Professional in der deutschen Vertriebsorganisation zusammenbrachten. Zuletzt war Saia seit 2022 als Managing Director für die Marke Jeep in Deutschland tätig, bevor er nun zu den italienischen Traditionsmarken zurückkehrte.
Einordnung des Wechsels
Ob der Führungswechsel tatsächlich neue Impulse für die drei Marken auf dem schwierigen deutschen Automarkt bringen wird, bleibt abzuwarten. Gerade Fiat kämpft hierzulande seit Jahren mit sinkenden Neuzulassungen und einem Image, das vom einstigen Volumenanbieter zum Nischenanbieter tendiert. Auch die sportliche Submarke Abarth leidet unter der allgemeinen Unsicherheit in der Automobilbranche, während Fiat Professional im gewerblichen Bereich beständige, aber keine spektakulären Ergebnisse liefert. Saia bringt zwar umfangreiche Konzernerfahrung mit, doch ob sein Wissen aus der Jeep-Ära direkt auf die italienischen Volumenmarken übertragbar ist, darf bezweifelt werden. Positiv hervorzuheben ist seine Kenntnis der deutschen Vertriebsstrukturen – ein nicht zu unterschätzender Faktor in einem der wettbewerbsintensivsten Automärkte Europas.
Foto: Stellantis Germany GmbH
Wer leitet nun die Marken Fiat, Abarth und Fiat Professional in Deutschland?
Seit dem 1. Mai hat Luigi Saia die Geschäftsführung für die drei italienischen Marken in Deutschland übernommen. Der 46-jährige Betriebswirt folgt damit auf Andreas Mayer.
Welche Vorerfahrung bringt Luigi Saia mit?
Saia studierte Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und Italien. Seine Karriere im Automobilkonzern begann er 2005 als Produktmanager für Lancia. Danach bekleidete er mehrere Führungspositionen im Vertrieb von Fiat, Abarth und Fiat Professional in Deutschland. Zuletzt war er zwei Jahre lang als Managing Director für Jeep tätig.
Warum wechselt Andreas Mayer seine Position?
Andreas Mayer hat die Geschäftsführung von Stellantis &You in Deutschland übernommen. In welchem genauen Zusammenhang dieser Wechsel mit der Neubesetzung bei den italienischen Marken steht, wird nicht geäußert.
Was sagt Luigi Saia selbst zu seiner neuen Aufgabe?
Saia äußerte sich demnach erfreut darüber, wieder Teil der Fiat-Familie zu sein. Er kenne die Marken sehr gut und wisse, dass vor allem die Menschen und die damit verbundenen Emotionen das Besondere an ihnen ausmachten. Man baue auf einer soliden Basis auf, auf der die Marken weiter wachsen könnten.
Ist mit diesem Wechsel eine strategische Neuausrichtung verbunden?
Es gibt derzeit keine konkreten Angaben zu geplanten strategischen Veränderungen. Saia spricht lediglich davon, gemeinsame Herausforderungen anzugehen und auf bestehenden Grundlagen weiter aufzubauen. Ob sich daraus tatsächlich neue strategische Wege ableiten lassen, bleibt abzuwarten.
Welche Bedeutung hat der Wechsel für den deutschen Automarkt?
Fiat, Abarth und Fiat Professional stehen auf dem deutschen Markt vor erheblichen Herausforderungen, darunter sinkende Neuzulassungen und ein schwieriges Marktumfeld. Ob ein Führungswechsel allein spürbare Veränderungen bewirken kann, ist fraglich. Positiv ist jedoch, dass Saia die deutschen Vertriebsstrukturen aus früheren Positionen bereits kennt.
