Citroën hat eine Designstudie vorgestellt, die an die 2CV Fourgonnette erinnert. In Deutschland war das Original als „Kastenente“ bekannt. Generationen von Handwerkern, Lieferdiensten und kleinen Betrieben nutzten den Transporter im Alltag. Nun zeigt der Hersteller ein Konzept, das diese Tradition aufgreift und in eine elektrische Zukunft überführt. Das Fahrzeug trägt den Namen 2CV Fourgonnette Concept. Es handelt sich ausdrücklich um eine Studie, nicht um ein angekündigtes Serienmodell.

Citroen 2CV Fourgonnette

Was die Studie zeigt

Die Studie basiert auf dem ebenfalls vorgestellten 2CV Concept. Sie übernimmt dessen Grundgedanken: Konzentration auf das Wesentliche, einfache Bedienung und intelligente Detaillösungen. Der Innenraum ist auf praktischen Nutzen ausgelegt. Die Formensprache zitiert die kantige, sympathische Linie des Originals. Gleichzeitig setzt das Konzept auf einen reinen Elektroantrieb. Citroën betont, dass das Fahrzeug erschwinglich sein soll. Ob dieses Versprechen im Fall einer Serienfertigung einzulösen wäre, bleibt offen. Die Studie gibt dazu keine konkreten technischen Daten oder Preisvorstellungen bekannt.

Citroen 2CV Fourgonnette

Der Geist der Kastenente

Xavier Chardon, CEO von Citroën und DS Automobiles, lässt sich mit den Worten zitieren, die 2CV Fourgonnette sei mehr als ein Arbeitsfahrzeug gewesen. Sie sei Teil des täglichen Lebens gewesen, einfach, clever und für alle zugänglich. Vor allem habe sie eine Seele besessen. Diesen Geist wolle man wiederbeleben. Nützlich zu sein, so Chardon weiter, müsse nicht gewöhnlich bedeuten. Diese Aussage ist als Positionsbestimmung zu verstehen. Sie zeigt, wie die Marke sich selbst sieht: als Hersteller von Fahrzeugen für Menschen, die arbeiten und unterwegs sind. Die Verbindung zu Gewerbekunden hat bei Citroën eine lange Tradition. Sie reicht weiter zurück als die 2CV Fourgonnette selbst.

Citroen 2CV Fourgonnette

Zwischen Nostalgie und Nutzen

Die Studie ist ein freies Projekt der Designabteilung. Sie ist kein Ergebnis von Marktforschung oder Produktplanung. Das erklärt, warum das Konzept so stark auf Emotion und Wiedererkennung setzt. Die ursprüngliche Kastenente war vor allem eines: billig, robust und reparierbar. Sie bot wenig Komfort, aber viel Nutzfläche. Ob ein modernes Elektrofahrzeug diese Tugenden erfüllen kann, ist eine offene Frage. Batterien sind teuer. Leichte Nutzfahrzeuge im unteren Preissegment sind rar. Die Studie löst dieses Problem nicht. Sie zeigt eine Möglichkeit, mehr nicht. Wer heute einen günstigen Elektrotransporter sucht, findet kaum Angebote. Die 2CV Fourgonnette Concept erinnert an eine Zeit, in der Mobilität für kleine Betriebe selbstverständlich war. Sie liefert aber keine Antwort darauf, wie diese Selbstverständlichkeit unter elektrischen Vorzeichen aussehen könnte.

Citroen 2CV Fourgonnette

Elektromobilität für Gewerbetreibende

Citroën unterstreicht mit der Studie die enge Beziehung zu Gewerbekunden. Das ist nachvollziehbar. Die Marke hat eine Historie mit Fahrzeugen, die auf praktische Bedürfnisse zugeschnitten waren. Die aktuelle Modellpalette enthält zwar Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb. Diese bewegen sich jedoch in anderen Preis- und Größenklassen. Die Studie deutet an, wohin die Reise gehen könnte: ein kompakter, leichter Transporter mit einer Reichweite, die für den städtischen Lieferverkehr ausreicht. Konkrete Angaben dazu fehlen. Auch zur Ladeleistung, zum Ladevolumen oder zur Zuladung macht Citroën keine Angaben. Das ist bei einer Designstudie üblich. Es zeigt aber auch, wie weit der Weg von einer Idee bis zu einem marktfähigen Fahrzeug ist.

Ein Leidenschaftsprojekt mit offenen Fragen

Die 2CV Fourgonnette Concept ist ein Leidenschaftsprojekt der Designer. Das ist ihr anzumerken. Sie zitiert die Vergangenheit, ohne sie zu kopieren. Sie setzt auf Elektromobilität, ohne die damit verbundenen Herausforderungen zu verschweigen. Und sie erinnert daran, dass Nutzfahrzeuge mehr sein können als reine Zweckbauten. Ob daraus ein Serienfahrzeug wird, lässt Citroën offen. Die Studie sei kurzfristig kein Ausblick auf ein konkretes Modell, heißt es aus dem Unternehmen. Sie liefere Denkanstöße. Das ist bescheiden formuliert. Denn die eigentliche Botschaft lautet: Der Geist der Kastenente ist nicht verschwunden. Er inspiriert weiterhin. Ob das für einen Elektrotransporter reicht, der wirklich erschwinglich ist, wird sich zeigen. Die Studie allein beantwortet diese Frage nicht.

Foto: Stellantis Germany GmbH

Handelt es sich bei der 2CV Fourgonnette Concept um ein Serienfahrzeug?

Nein. Citroën zeigt eine Designstudie. Das Unternehmen kündigt kein Produktionsmodell an. Die Studie liefert Denkanstöße. Einen Termin für eine Entscheidung nennt Citroën nicht.

Welche Technik steckt in der Studie?

Citroën setzt auf einen Elektroantrieb. Konkrete Daten fehlen. Reichweite, Ladeleistung, Zuladung und Ladevolumen bleiben offen. Das passt zu einer Designstudie. Für Gewerbetreibende sind genau diese Werte entscheidend. Ohne sie lässt sich der praktische Nutzen kaum einschätzen.

Warum erinnert das Konzept an die alte Kastenente?

Die Form zitiert die kantige Silhouette des Originals. Die Studie übernimmt den Grundgedanken: einfach, praktisch, zugänglich. Citroën will damit eine vertraute Erinnerung wecken. Das gelingt auf den ersten Blick. Ob die Technik dahinter mithält, ist eine andere Sache.

Was kostet ein mögliches Serienmodell?

Dazu macht Citroën keine Angabe. Das Unternehmen spricht von einem erschwinglichen Fahrzeug. Dieser Anspruch ist hoch. Elektrotransporter im unteren Preissegment sind selten. Batterien treiben die Kosten. Ob Citroën dieses Versprechen einlösen könnte, bleibt offen.

Für wen wäre ein solches Fahrzeug gedacht?

Citroën nennt Handwerker, Gewerbetreibende und Lieferdienste. Kurze Wege in der Stadt passen gut zum Elektroantrieb. Längere Strecken und hohe Zuladung stellen höhere Anforderungen. Die Studie lässt offen, welche Zielgruppe sie tatsächlich bedienen könnte. Sie zeigt eine Richtung. Mehr nicht.

Welche Rolle spielt die Verbindung zu Gewerbekunden?

Citroën betont seine lange Beziehung zu gewerblichen Kunden. Die Marke verweist auf Fahrzeuge, die den Arbeitsalltag einfacher machen sollten. Die Studie setzt diese Tradition fort. Sie bleibt aber ein Designprojekt. Ein Produktversprechen lässt sich daraus nicht ableiten.

Wie ernst ist die Studie zu nehmen?

Citroën bezeichnet sie als freies Projekt der Designabteilung. Das Unternehmen spricht von einem Leidenschaftsprojekt. Es liefert Denkanstöße. Eine Produktionsentscheidung steht nicht an. Wer auf einen günstigen Elektrotransporter wartet, bekommt hier keine Zusage. Die Studie zeigt den Geist der Kastenente. Ob dieser Geist einen Markt findet, entscheidet Citroën nicht mit einer Designstudie allein.

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