Der Nissan Micra geht mit einer überarbeiteten Preisliste und verschiedenen Detailänderungen in die Herbstsaison. Für den deutschen Markt senkt der japanische Hersteller die Bruttopreise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer je nach Ausstattungsvariante um bis zu 1.710 Euro gegenüber dem bisherigen Listenpreis. Die Einstiegsversion Engage mit einem 90 kW (122 PS) starken Elektromotor und einer 40-kWh-Batterie kostet nun 26.290 Euro brutto. Die Preisanpassung gilt für alle Ausstattungslinien. Auffällig ist, dass Nissan die Gründe für die Senkung nicht näher erläutert. Marktbeobachter dürften die Maßnahme als Reaktion auf den intensiven Wettbewerb im Segment der kompakten Elektroautos werten. Die zuvor aufgerufenen Preise hatten den Micra im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem Opel Corsa Electric oder dem Renault Zoe eher hoch positioniert.

Nissan Micra

Aerodynamik und Reichweite

Zusammen mit den neuen Preisen führt Nissan technische Änderungen ein. Neue Außenspiegel mit verbesserter Aerodynamik sowie modifizierte Verkleidungen am Unterboden und im Kofferraum sollen den Geräuschkomfort erhöhen und den Luftwiderstand verringern. Der geringere Luftwiderstand wirkt sich auf die WLTP-Reichweite aus. Für die Variante mit 40-kWh-Batterie gibt Nissan nun 325 Kilometer an, für die Version mit 52-kWh-Batterie 427 Kilometer. Die Werte beziehen sich auf den WLTP-Zyklus. In der Praxis können sie je nach Fahrweise, Außentemperatur und Streckenprofil abweichen. Das ist bei Elektroautos üblich und kein Micra-spezifisches Phänomen. Nissan selbst spricht von einer erhöhten maximalen Reichweite. Ob die Änderungen an den Spiegeln und Verkleidungen den Alltagsverbrauch spürbar senken, lässt sich ohne unabhängige Tests nicht beurteilen.

Komfortdetails und Ladeschale

Ab der Ausstattungslinie Advance gehört eine überarbeitete Ladeschale für Smartphones zur Serienausstattung. Sie nutzt eine optimierte Belüftung und Magnetring-Technologie. Das soll ein schnelles Laden ermöglichen und einer übermäßigen Wärmeentwicklung entgegenwirken. Zudem spendet eine neue LED-Innenraumbeleuchtung Licht für die Vordersitze und die Rückbank. Wer möchte, kann bei der Bestellung Ganzjahresreifen für 350 Euro inklusive Mehrwertsteuer ordern. Das Angebot richtet sich an Kunden, die den Reifenwechsel zweimal im Jahr vermeiden wollen. Ob die Ganzjahresreifen für alle Klimazonen geeignet sind, hängt von der jeweiligen Gummimischung ab. Nissan macht dazu keine näheren Angaben. Kritisch bleibt anzumerken, dass die Ladeschale nur ab der mittleren Ausstattungslinie verfügbar ist. In der Basisversion Engage fehlt sie.

Sicherheitsausstattung eCall 4G

Ein neues serienmäßiges Sicherheitsmerkmal ist die Funktion eCall 4G. Bei einem schweren Unfall setzt sie automatisch einen Notruf über das 4G-Mobilfunknetz ab und übermittelt wichtige Fahrzeugdaten an die Rettungsleitstelle. Das System ist in der gesamten Micra-Baureihe standardmäßig an Bord. eCall ist in der Europäischen Union für Neufahrzeuge vorgeschrieben. Nissan erfüllt mit der 4G-Version die aktuellen Anforderungen. Die Preisreduzierung relativiert die zuvor hohen Listenpreise des Micra. Ob die neue Preisposition ausreicht, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, wird der Markt zeigen. Der Micra bleibt ein Nischenmodell im elektrischen Kleinwagen segment. Die jetzt kommunizierten Änderungen sind überschaubar. Sie betreffen vor allem die Preisliste, die Aerodynamik und einige Komfortdetails. Wer ein grundlegend überarbeitetes Fahrzeug erwartet, wird enttäuscht. Für preisbewusste Kunden, die ein kompaktes Elektroauto mit solider Basisausstattung suchen, könnte der Micra durch die Senkung interessanter geworden sein.

BatteriekW (PS)EngageAdvanceEvolve
40 kWh90 (122)26.290 Euro28.290 Euro–
52 kWh110 (150)–31.290 Euro33.190 Euro

Fotos: Nissan Deutschland GmbH

Was kostet der Nissan Micra künftig in der Basisversion?

Die Einstiegsvariante Engage mit 90 kW (122 PS) und 40-kWh-Batterie startet bei 26.290 Euro brutto inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Nissan senkt die Listenpreise je nach Ausstattungslinie um bis zu 1.710 Euro. Warum der Hersteller die Preise senkt, teilt Nissan nicht mit. Der Wettbewerb im Kleinwagen segment mit Elektroantrieb ist hart. Die neue Preisposition fällt niedriger aus als zuvor.

Wie weit fährt der Micra mit einer Batterieladung?

Nissan gibt für die 40-kWh-Batterie 325 Kilometer nach WLTP an. Die 52-kWh-Variante kommt auf 427 Kilometer. Diese Werte entstehen im genormten Testzyklus. Im Alltag hängen Reichweite und Verbrauch von Fahrweise, Temperatur und Strecke ab. Unabhängige Tests fehlen bislang. Ob die Aerodynamikänderungen den Verbrauch spürbar senken, lässt sich ohne Messungen nicht beurteilen.

Welche technischen Änderungen verbessern die Reichweite?

Neue Außenspiegel sollen den Luftwiderstand verringern. Nissan verändert außerdem Verkleidungen am Unterboden und im Kofferraum. Das senkt Geräusche und verbessert die Aerodynamik. Der Hersteller nennt die höheren WLTP-Werte als Folge. Die Änderungen wirken überschaubar. Ein grundlegend neues Fahrzeug bringt Nissan damit nicht auf den Markt.

Was bietet die neue Ladeschale für Smartphones?

Ab der Ausstattungslinie Advance gehört eine überarbeitete Ladeschale zur Serienausstattung. Sie nutzt eine optimierte Belüftung und Magnetring-Technologie. Das soll schnelles Laden ermöglichen und übermäßige Wärme vermeiden. In der Basisversion Engage fehlt die Ladeschale. Interessenten müssen also zur mittleren Ausstattung greifen, wenn sie dieses Detail nutzen wollen.

Welche Komfortdetails sind neu?

Eine LED-Innenraumbeleuchtung leuchtet vorn und auf der Rückbank. Nissan will damit ein angenehmes Ambiente schaffen. Ganzjahresreifen lassen sich für 350 Euro inklusive Mehrwertsteuer direkt bei der Bestellung ordern. Das Angebot spart den zweimaligen Reifenwechsel. Ob die Reifen für alle Klimazonen geeignet sind, hängt von der Gummimischung ab. Nissan macht dazu keine näheren Angaben.

Welche Sicherheitsausstattung gehört serienmäßig dazu?

Der Micra hat jetzt eCall 4G an Bord. Bei einem schweren Unfall setzt das System automatisch einen Notruf über das 4G-Mobilfunknetz ab. Es übermittelt wichtige Fahrzeugdaten an die Rettungsleitstelle. eCall ist in der Europäischen Union für Neufahrzeuge vorgeschrieben. Nissan erfüllt mit der 4G-Version die aktuellen Anforderungen. Das System arbeitet in allen Ausstattungsvarianten serienmäßig.

Für wen lohnt sich der Blick auf den Micra?

Preisbewusste Käufer finden jetzt einen niedrigeren Einstiegspreis vor. Die Basisausstattung bleibt jedoch schlicht. Wer Ladeschale und weitere Komfortdetails möchte, zahlt mehr. Der Micra bleibt ein kompakter Elektrowagen mit überschaubaren Änderungen. Ob die neue Preisliste gegen Wettbewerber wie Opel Corsa Electric oder Renault Zoe reicht, zeigt der Markt. Nissan liefert dazu keine Prognose.

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