BMW i3 Concept Coupé

BMW präsentiert auf der NAIAS in Detroit (14. – 27.01.2013) als Weltpremiere das i3 Concept Coupé. Die Studie ist eine dreitürige Variante des i3, der Ende 2013 auf den Markt kommen soll. Das Konzeptfahrzeug ist zudem das erste vollständig vernetzte Elektrofahrzeug der Welt, bei dem die Connected-Drive-Dienste von BMW eine an die speziellen Anforderungen der E-Mobilität orientierte Nutzung des Navigationssystems sowie des Informationstransfers zwischen dem Fahrzeug, seiner Umgebung und dem Smartphone des Fahrers ermöglicht.


Analog zum BMW i3 Concept wird auch das Coupé von einem Elektromotor mit einer Höchstleistung von 125 kW / 170 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern angetrieben. Die Kraft wird über ein einstufig ausgelegtes Getriebe an die Hinterräder übertragen. Die Energie liefern Lithiumionen-Speicherzellen, die in den Unterboden integriert sind. Die Reichweite beträgt rund 160 Kilometer.

Die Fahrgastzelle besteht aus Carbon, während das Chassis weitgehend aus Aluminium gefertigt ist. Mit einer Länge von 3,96 Metern, 1,77 Metren Breite und einer Höhe von 1,56 Metern weist das Coupé bei gleichem Radstand wie die Limousine eigenständige Proportionen auf.

Die Karosserie-Paneele in den Bereichen der Radhäuser, Türen und hinteren Seitenwände sind in dem warmen und energiegeladenen Farbton Solar Orange metallic lackiert, der speziell für das BMW i3 Concept Coupé entworfen wurde. Dieser bildet einen spannungsreichen Kontrast zu den in Schwarz hochglänzend gehaltenen Elementen Fronthaube, Dach und Heckklappe sowie zum ebenfalls schwarzen unteren Abschluss der Karosserie. Die Frontschürze verfügt über schwarz eingebettete Air Curtains zur gezielten Luftführung im Bereich der Radhäuser. Der untere Abschnitt der Heckschürze trägt ein Diffusor-Element, das die Strömungsverhältnisse im hinteren Bereich des Unterbodens optimiert.

Die Fahrgastzelle aus Carbon ermöglicht den Verzicht auf eine B-Säule. Dadurch wird nicht nur der Einstieg zu den Sitzplätzen im Fond erleichtert, sondern auch ein großzügiges Raumgefühl im Fond vermittelt. Das Intererieur bestimmt ein Materialmix aus Leder, Holz, Wolle und weiteren nachwachsenden Rohstoffen. Auf der freistehenden Lenksäule sind neben dem als Kombiinstrument dienenden Display sowie den Bedienhebeln für die Fahrtrichtungsanzeiger und die Scheibenwischer auch der elektronische Gangwahlschalter sowie der Start-/Stopp-Knopf zu finden.

Im Zentrum des Cockpits bildet eine flach gehaltene und leicht zum Fahrer hin geneigte Bedienfläche den unteren Abschluss der Instrumententafel. Sie dient zur Steuerung der Klimatisierungs- und Audio-Funktionen und umfasst außerdem die Favoritentasten des Bediensystems iDrive. Der Controller und die Direktwahltasten des iDrive-Systems sind zwischen Fahrer und Beifahrer auf der Mittelkonsole in Höhe der Sitzflächen angeordnet. Der Bereich zwischen der Instrumententafel und den Sitzflächen bleibt auch beim BMW i3 Concept Coupé über die gesamte Breite des Cockpits hinweg frei. Da dank des spezifischen Antriebskonzepts auch der bei herkömmlichen Fahrzeugen übliche Mitteltunnel entfällt, entsteht eine vollständig offene Verbindung zwischen dem rechten und dem linken Fußraum. Das erlaubt dem Fahrer zum Beispiel in engen Parklücken auch auf der Beifahrerseite auszusteigen.

Die Aufgaben des Kombiinstruments übernimmt ein 6,5 Zoll (16,5 Zentimeter) großer Monitor, der auf der Lenksäule angeordnet ist. Auf ihm werden alle fahrrelevanten Informationen in digitaler Form angezeigt. Auf gleicher Höhe und damit ebenfalls optimal ablesbar steht das zweite Display im Zentrum des Cockpits. Mit einer Diagonale von 8,8 Zoll (22,4 Zentimeter) ermöglicht es – wie das zentrale Informationsdisplay in Serienfahrzeugen von BMW – die Darstellung von detaillierten Grafiken. Auf diesem Monitor werden unter anderem die Funktionen des Navigationssystems einschließlich der Connected-Drive-Dienste abgebildet.

Beim Starten des Fahrzeugs tritt zunächst das Kombiinstrument in Aktion. Es signalisiert die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs mit einer Begrüßungssequenz, deren Animation vom zentralen Informationsdisplay aufgegriffen wird. In der Zwischenzeit hat das System die Verbindung zum Smartphone des Fahrers hergestellt und zeigt aktuelle Kalendereinträge an. Kurz darauf erhält der Fahrer eine Textnachricht, die den vereinbarten Ort für sein Meeting beinhaltet.
Aus den dort genannten Adressdaten wird automatisch ein Navigationsziel generiert und auf dem zentralen Informationsdisplay dargestellt. Der Fahrer erfährt außerdem, dass sein Ziel innerhalb der Reichweite des Fahrzeugs liegt, und ihm wird empfohlen, die Batterie seines Fahrzeugs am Zielort zu laden. Kurz vor der Ankunft werden ihm dazu verschiedene Ladestationen zur Buchung vorgeschlagen.

Das BMW i3 Concept Coupé verfügt über die drei Fahrmodi Comfort, Eco Pro und Eco Pro+, die maßgeblich auch Einfluss auf die Reichweite haben. So wird bei Pro+ die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h begrenzt. Außerdem werden Komfortfunktionen wie Heizung und Klimaanlage auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Elektrische Verbraucher wie Sitzheizung, Spiegelheizung oder nicht unbedingt notwendige Elemente des Tagfahrlichts werden sogar vollständig deaktiviert.

Verlässt der Kunde am Fahrtziel sein Fahrzeug, wird er zudem über eine in die BMW-i-App integrierte Fußgängernavigation bis an sein endgültiges Ziel geführt. Dazu wird das Navigationsziel, welches der Fahrer im Fahrzeug ausgewählt hat, automatisch über Connected Drive an die App übertragen. Die Routenplanungie integriert auch das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs. Der Fahrer hat die Möglichkeit, in seinem eine intermodale Route zu wählen. Daraufhin wird er zu einem Parkplatz oder Parkhaus geführt. Er verlässt sein Auto und wird mit Hilfe der App zur richtigen U-Bahnlinie und auch auf der letzten Etappe zu Fuß zu seinem Zielort geführt.

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Quelle: ampnet/jri

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