Robustes Recyclingmaterial Starkle im Außeneinsatz

Der Automobilhersteller Dacia setzt bei seinen Fahrzeugen zunehmend auf durchdachte Materiallösungen, die im täglichen Gebrauch überzeugen sollen. Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu senken und gleichzeitig die Kosten für die Kunden überschaubar zu halten. Ein Beispiel dafür ist der Werkstoff Starkle, den die Marke selbst entwickelt hat. Das Material besteht zu 20 Prozent aus recyceltem Polypropylen und kommt ohne zusätzliche Lackierung aus. Dadurch fallen bei der Herstellung weniger CO2-Emissionen an als bei vergleichbaren Kunststoffteilen.

Eingesetzt wird Starkle erstmals beim Dacia Duster der aktuellen Generation, die seit 2023 auf dem Markt ist. Im Sommer 2025 folgte der größere Bigster aus dem beliebten C-SUV-Segment. Auch der kommende Dacia Striker soll mit diesem Material ausgestattet werden. Bei den meisten aktuellen Modellen finden sich Seitenschutzleisten, Radkastenverkleidungen sowie der vordere und hintere Unterfahrschutz aus Starkle. Da das Material durchgefärbt ist, fallen Kratzer oder kleinere Beschädigungen weniger auf. Das Bauteil muss nicht sofort ausgetauscht werden, was die Lebensdauer verlängert. Optisch unterstreicht die eigenständige Struktur des Recyclingkunststoffs den robusten Outdoor-Charakter der Fahrzeuge. Beim Dacia Duster besteht zudem der markante Schnorchel an den vorderen Türen aus diesem Werkstoff. Insgesamt erreicht der aktuelle Duster bei den verbauten Kunststoffen einen Recyclinganteil von fast 20 Prozent. Das liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt in diesem Segment und bedeutet eine Steigerung um acht Prozentpunkte im Vergleich zur Vorgängergeneration.

MicroCloud als nachhaltige Innenraumbeschichtung

Auch im Fahrzeuginneren hat Dacia eine eigene Entwicklung zu bieten. Das Material MicroCloud soll eine angenehme Haptik mit der gewohnten Robustheit verbinden und sich leicht reinigen lassen. Je nach Modell kommen MicroCloud-Bezüge auf den Sitzpolstern, am Armaturenbrett oder an den Türverkleidungen zum Einsatz. Als Alternative zu klassischen Textil- oder Lederbezügen fügt sich das Material in die Strategie des Herstellers ein, die auf Funktionalität und Langlebigkeit setzt.

Generell verzichtet Dacia bei allen Modellen aus Umweltgründen auf Leder und Zierchrom. Auch die Leichtmetallräder sind chromfrei. Eine kleine, aber wirkungsvolle Maßnahme ist zudem der reduzierte Umfang des gedruckten Benutzerhandbuchs. Über den gesamten Produktzyklus hinweg lässt sich so eine erhebliche Menge Papier einsparen. Die vollständige Version steht online über die App My Dacia zur Verfügung.

Antriebspalette zwischen Effizienz und Erschwinglichkeit

Neben den Materialien verfolgt der Hersteller auch bei den Antrieben einen pragmatischen Ansatz. Voll- und Mildhybride in verschiedenen Modellreihen bieten eine alltagstaugliche Elektrifizierung. Der kompakte Spring macht Elektromobilität zu vergleichsweise niedrigen Einstiegskosten zugänglich. Eine Besonderheit bleibt das Autogas-Angebot unter der Bezeichnung Eco-G. In allen Modellen mit Verbrennungsmotor ist eine bivalente Lösung für Benzin und Autogas verfügbar. Damit will Dacia auch bei hohen Kraftstoffpreisen bezahlbare Mobilität ermöglichen. Der Hersteller führt diese Antriebsart seit vielen Jahren marktübergreifend an. Hinzu kommt die konsequente Gewichtsreduzierung. Die Fahrzeuge der Marke zählen in ihren jeweiligen Segmenten durchweg zu den leichtesten Modellen – ein Faktor, der sich positiv auf Verbrauch und Ressourcenschonung auswirkt.

Foto: Renault Deutschland AG

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