Wachstum erfordert mehr Raum

Die deutsche Niederlassung des südkoreanischen Automobilherstellers Kia hat ihre Verwaltung an einen neuen Standort verlegt. Das Unternehmen ist nun in Eschborn bei Frankfurt am Main ansässig. Zuvor teilte sich die Deutschland-Zentrale die Räumlichkeiten mit der europäischen Konzernleitung im Frankfurter Stadtteil Westend-Süd, nur etwa acht Kilometer vom neuen Domizil entfernt. Da sowohl die deutsche als auch die europäische Kia-Organisation über die Jahre hinweg personell und strukturell gewachsen sind, wurde der Platz am alten Standort zunehmend knapp. In Eschborn stehen nun rund 4000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung, was den etwa 170 Mitarbeitenden deutlich großzügigere Arbeitsbedingungen bietet.

Rückkehr nach zwei Jahrzehnten

Für Kia Deutschland ist der Schritt keine völlige Neuorientierung. Bereits Anfang 2006 hatte die Firma ihren damaligen Sitz von Bremen vorübergehend nach Eschborn verlegt, bevor sie im Herbst 2007 gemeinsam mit Kia Europe in die neu errichtete Europazentrale auf das Frankfurter Messegelände einzog. Nach 20 Jahren kehrt das Unternehmen nun an den früheren Übergangsstandort zurück. Laut Thomas Djuren, Geschäftsführer und Chief Operating Officer von Kia Deutschland, war diese Entscheidung bewusst getroffen worden. Eschborn habe sich zu einem wirtschaftlich äußerst dynamischen Ort entwickelt. Im Vordergrund habe jedoch gestanden, dem eigenen Team möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Die neuen Räumlichkeiten böten nicht nur mehr Fläche, sondern auch ein angenehmes Arbeitsumfeld sowie eine solide Infrastruktur. Man verlasse zwar die Großstadthektik, müsse aber keineswegs auf eine zentrale Lage in Deutschland oder gute Verkehrsanbindungen verzichten.

Belebte Unternehmenslage vor den Toren Frankfurts

Eschborn beherbergt zahlreiche internationale Konzerne. Unter anderem sind dort die südkoreanischen Technologiegiganten Samsung und LG vertreten, aber auch andere Firmen der Hyundai Motor Group, zu der Kia gehört. Dazu zählen etwa der Automobilzulieferer Hyundai Mobis und der Logistikdienstleister Hyundai Glovis. Das neue Bürogebäude in der Düsseldorfer Straße 36 liegt direkt an der Stadtgrenze zu Frankfurt. Die Verkehrsanbindung ist ausgesprochen günstig: Die Auffahrt zur Autobahn A66 befindet sich in unmittelbarer Nähe, der S-Bahnhof Eschborn-Süd ist nur fünf Stationen vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt, und der Flughafen Frankfurt liegt knapp 15 Kilometer weit weg. Das Arbeitsumfeld in der neuen Zentrale ist modern gestaltet mit einer Mischung aus offenen Bereichen und Einzelbüros, die den Austausch und die Zusammenarbeit fördern sollen. Auf jeder Etage gibt es zudem eine großzügige Terrasse.

Elektrifizierte Modellpalette mit Auszeichnungen

Kia zählt seit längerer Zeit zu den Pionieren bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen. Seit der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens im Jahr 2021 hat sich die Marke zu einem bedeutenden Anbieter von Elektroautos entwickelt. Von den aktuell 24 Modellen und Modellvarianten, die Kia in Deutschland anbietet, sind bereits zwei Drittel elektrifiziert. Konkret bedeutet das zwölf rein batterieelektrische Fahrzeuge sowie jeweils zwei Plug-in-Hybride und Vollhybride. Hinzu kommt eine der jüngsten Produktpaletten auf dem gesamten Markt. Allein seit November 2025 hat der Hersteller insgesamt acht vollständig neue Modelle und Varianten eingeführt. Darunter befinden sich verschiedene Versionen des PV5, mit dem Kia in den Markt für vollelektrische leichte Nutzfahrzeuge eingestiegen ist. Diese Fahrzeuge basieren auf einem neuartigen Konzept namens „Platform Beyond Vehicle“. Der PV5 wurde umgehend zum „International Van of the Year 2026“ gekürt. Es ist das erste südkoreanische Modell, das diesen weltweit angesehensten Preis für leichte Nutzfahrzeuge erhalten hat. Damit setzt er eine Erfolgsreihe fort, denn bereits frühere Kia-Stromer wie der EV6 (Europas „Car of the Year 2022“), der EV9 („World Car of the Year 2024“) und der EV3 („World Car of the Year 2025“) waren mehrfach ausgezeichnet worden.

Foto: Kia Deutschland GmbH

Wann ist Kia Deutschland nach Eschborn gezogen?

Der Umzug in den neuen Standort in Eschborn erfolgte zeitnah vor der Berichterstattung. Das Unternehmen hat die Räumlichkeiten in der Düsseldorfer Straße 36 bereits bezogen.

Wo saß Kia Deutschland vorher?

Bislang war die deutsche Tochtergemeinschaft gemeinsam mit Kia Europe und dem europäischen Designzentrum in der Frankfurter City untergebracht, nur rund acht Kilometer vom neuen Standort entfernt.

Warum verließ Kia den gemeinsamen Standort mit Kia Europe?

Sowohl die deutsche als auch die europäische Organisation sind personell und strukturell kontinuierlich gewachsen. Der Platzbedarf stieg so sehr, dass eine räumliche Trennung und ein eigener Standort mit deutlich mehr Bürofläche notwendig wurden.

Wie viel Platz bietet der neue Firmensitz?

Das Gebäude in Eschborn verfügt über nahezu 4.000 Quadratmeter Bürofläche, die den etwa 170 Beschäftigten zur Verfügung stehen.

Ist Eschborn für Kia Deutschland ein völlig neuer Ort?

Nein. Bereits Anfang 2006 hatte das Unternehmen seinen Sitz vorübergehend nach Eschborn verlegt, bevor es 2007 in die neu gebaute Europazentrale nach Frankfurt zog. Mit dem aktuellen Umzug kehrt Kia nach 20 Jahren an diesen Standort zurück.

Wie begründet die Geschäftsführung die Wahl von Eschborn?

Laut Thomas Djuren, Geschäftsführer und COO von Kia Deutschland, sei Eschborn ein wirtschaftlich florierender Ort mit guter Infrastruktur. Entscheidend war jedoch vor allem, bestmögliche Arbeitsbedingungen für das eigene Team zu schaffen – mit mehr Fläche, einem angenehmen Umfeld und zentraler Lage ohne Großstadthektik.

Welche weiteren Großfirmen sind in Eschborn ansässig?

In der hessischen Mittelstadt haben sich zahlreiche internationale Konzerne niedergelassen, darunter Samsung und LG. Auch andere Unternehmen der Hyundai Motor Group wie der Zulieferer Hyundai Mobis und der Logistiker Hyundai Glovis sind dort vertreten.

Wie ist die Verkehrsanbindung des neuen Standorts?

Das Gebäude liegt verkehrsgünstig an der Auffahrt zur Autobahn A66. Der S-Bahnhof Eschborn-Süd ist nur fünf Stationen vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt, und der Flughafen Frankfurt befindet sich knapp 15 Kilometer weit weg.

Welche Rolle spielt Kia bei elektrifizierten Antrieben?

Kia zählt seit Langem zu den Vorreitern der Elektrifizierung. Von den 24 aktuell in Deutschland angebotenen Modellen und Varianten sind zwei Drittel elektrifiziert – darunter zwölf reine Stromer sowie je zwei Plug-in-Hybride und Vollhybride.

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