Der Automobilhersteller Nissan treibt die Neuausrichtung in einer seiner wichtigsten Vertriebsregionen gezielt voran. Mit personellen Veränderungen in der Führungsebene soll die strategische Transformation unter dem Leitbild „Re:Nissan“ konsequenter umgesetzt werden. Im Fokus stehen dabei mehr Agilität, eine stärkere Kundenausrichtung und schlankere Prozesse in der Region Afrika, Naher Osten, Indien, Europa und Ozeanien, kurz AMIEO.
Schlankere Strukturen für mehr Kundennähe und Tempo
Bereits zu Jahresbeginn hat Nissan die Marketing- und Vertriebsorganisation in der AMIEO-Region neu aufgestellt. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahme ist es, Entscheidungswege zu verkürzen und sie näher an die lokalen Märkte und deren Kundinnen und Kunden zu rücken. Durch die Integration zentraler Funktionen erhofft sich das Unternehmen, insgesamt wendiger und wettbewerbsfähiger zu werden.
Diese strukturellen Anpassungen werden nun durch gezielte Personalentscheidungen auf Führungsebene untermauert. Sie sollen sicherstellen, dass die Strategie auch mit der nötigen operativen Schlagkraft versehen wird.
Erweiterte Verantwortungsbereiche für erfahrene Manager
Im Zuge dieser Neuordnung übernehmen langjährige Nissan-Manager erweiterte Rollen. Jordi Vila verantwortet nun als Divisional Vice President nicht nur weiterhin den After-Sales-Bereich und die Marke, sondern auch Marketing und Vertrieb in Europa. Seine Position wurde damit deutlich ausgebaut.
Ebenfalls erweitert wurde das Aufgabengebiet von Thierry Sabbagh. Er führt nun zusätzlich zu seiner Verantwortung für den Nahen Osten und die Marke INFINITI auch die Geschäfte in Indien und Saudi-Arabien.
Vereinte Produkt- und Marketingstrategie als Kerninnovation
Ein zentraler Pfeiler der Reorganisation ist die Verschmelzung von Produktplanung und Marketing zu einer einzigen, produktzentrierten Einheit. Diese neu geschaffene Organisation soll den gesamten Prozess – von der ersten Konzeptidee bis zur Markteinführung eines Fahrzeugs – effizienter und stringenter gestalten. Geleitet wird dieser Bereich von Clíodhna Lyons als Regional Vice President.
Parallel dazu bündelt Guillaume Barbet in seiner Funktion als RVP für Vertriebsplanung und -operationen nun alle planerischen und operativen Aspekte, von der Preisfindung bis zur Steigerung der Effizienz in den Vertriebsabläufen.
Fokus auf die Zukunft: Elektrifizierung und neue Modelle
Massimiliano Messina, Vorsitzender der AMIEO-Region, betont, dass alle Veränderungen dem übergeordneten Ziel dienen, schneller und präziser auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Eine agilere Organisation sei die Grundvoraussetzung, um in dynamischen Märkten mit überzeugenden Produkten bestehen zu können.
Die Bedeutung dieser Neuaufstellung wird vor dem Hintergrund der anstehenden Produkt-Offensive deutlich. In Europa wird die Markteinführung des vollelektrischen Nissan Juke erwartet. In Indien sollen neue Modelle wie die Gravite- und Tekton-Serie der Marke weiteren Schub verleihen. Zudem steht in Ozeanien die nächste Generation des Nissan Navara bevor.
Abschied und Neuanfang
Gleichzeitig mit diesen Veränderungen gab Nissan den Abschied von Leon Dorssers bekannt, der viele Jahre in leitenden Positionen für das Unternehmen tätig war. Sein Weggang markiert das Ende einer Ära und unterstreicht den umfassenden Charakter der aktuellen Transformation.
Die Nissan AMIEO-Region, die 140 Märkte mit rund 3,8 Milliarden Menschen umspannt, ist ein entscheidender Wachstumsmotor für den Konzern. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen zeigen den Willen, diese vielfältige und anspruchsvolle Region mit einer schlankeren, kundenorientierteren Führungsstruktur für die Zukunft aufzustellen – ganz im Sinne der langfristigen Vision „Nissan Ambition 2030“.
Foto: Nissan Deutschland GmbH
